Impressum

all4africa e.V.

„Ich liebe diesen Kontinent und seine Menschen!“, gesteht Elke Zink ein und das glaubt man ihr, die sich seit 1999 der Aufgabe, den Ärmsten der Armen Hilfe zur Selbsthilfe zu geben, mit Haut und Haar verschrieben hat. Damals konnte sie sich ihren Mädchentraum verwirklichen und dank eines Benediktinerpaters nach Afrika reisen. Bereits damals war sie vor ihrem ersten Afrikabesuch mit der Spendenbüchse unterwegs gewesen. Mit dem gesammelten Geld half sie mit, in Südafrika einen Kindergarten zu bauen. Im Juli 2000 tourte sie vom Süden bis in den Norden Tansanias. „Mitten in der Pampa“ – Elke Zink spricht, wie ihr der Mund gewachsen ist – hat sie dann Kinder angesprochen, die nicht zur Schule gingen. Dabei stellte sie fest, dass die ärmsten Bewohner einfach kein Geld besitzen, um ihre Kinder in die Schule zu schicken. „Aber ohne Bildung kommst du aus der Armut nicht raus!“, wurde ihr damals sofort bewusst. Spontan schickte sie daraufhin drei Kinder auf ihre Kosten in die Schule. Seitdem wirbt sie nun für die Übernahme von Schulpatenschaften. Für 60 Euro im Jahr kann einem Kind der Schulbesuch ermöglicht werden, kann die Schuluniform, können Bücher, Hefte, Stifte usw. finanziert werden. Bis zu je zwei Stunden sind die Kinder zu Fuß unterwegs, um jeden Tag in die Schule zu kommen, da die Familien im Gebiet Kagera mit dem Hauptort Ibwera („ca. 15 Häuser und ein Friseur!“) weit verstreut um die insgesamt fünf Schulen liegen (bis zu 20 km). Mehr als 2.000 Schüler besuchen die Schulen. Inzwischen zählt Elke Zink schon 1.079 Schulpatenschaften, die von Menschen überwiegend aus Deutschland, aber auch aus Israel oder den USA finanziert werden. In Tansania zählt man mit einem Einkommen von umgerechnet 50 Euro schon zu den gut Verdienenden. „Aber eigentlich reicht den Familien das Geld nie!“, betont Elke Zink. Doch sie kümmert sich nicht nur um die  Schulbildung der Kinder. Auch die Kranken liegen ihr sehr am Herzen, da die ärztliche Versorgung und das soziale Netz miserable sind und nur die Menschen, die bezahlen können, auch ärztliche Behandlung erfahren. Die Tränen der Rührung kommen der engagierten Idealistin, wenn sie von ihre Erfahrungen erzählt, wie sie z.B. den kleinen 5jährigen Augustin erzählt, den sie ins Krankenhaus nach Kagongo gebracht hat und der nun nach der langwierigen Behandlung richtig laufen kann. Oder von dem nun mit einer Gehprothese ausgerüsteten jungen Sebastian, der von einer Schlange gebissen und daraufhin das Bein amputiert worden war. Oder von Subira, die als kleines Mädchen ins Feuer gefallen und dadurch einen Fuß verloren hatte. Und, und, und. Die vielen Beispiele aus den Familien des „vergessenen Hügels“ sprudeln aus Elke Zink nur so hervor, die ohne Rast ständig unterwegs ist, um Gelder und Hilfe aufzutreiben. „Ich sammle ohne Ende !“, räumt die resolute Frau ein. Seit Januar 2011 hat die tansanische Regierung die Schulspeisung eingeführt. Gegen eine kleine Entschädigung kocht eine Frau täglich einen dickflüssigen Brei, das sog. „Uji“, wovon die Kinder eine Tasse bekommen. Aber auch nur die, die monatlich umgerechnet einen Euro dafür zahlen können. Die anderen müssen ansehen. Das konnte und wollte Elke Zink nicht ansehen und besorgte spontan Maismehl und Zucker in großen Säcken für alle fünf Schulen, so dass nun alle Kinder ihre Tasse „uji“ am Tag erhalten. Auch dafür benötigt sie Spendengelder, denn diese Tasse „Uji“ ist für viele Kinder die einzige Nahrungsaufnahme am Tag. Sehr am Herzen liegt ihr das neue Projekt, das ihre Geduld schon seit einiger Zeit strapaziert. Der Verein möchte ein Waisenhaus errichten. Die Regierung hat dafür ein Grundstück zur Verfügung gestellt. Allerdings darf erst gebaut werden, wenn der auch in Tansania gebildete Trägerverein registriert ist. Und diese Registrierung zieht sich inzwischen schon ewig hin. „Fünf bis sechs Jahre kann so etwas dort dauern!“, schüttelt Elke Zink nur den Kopf. Aber ihr reicht´s nun. Sie will endlich Nägel mit Köpfen machen und auf den Tisch hauen. „Ich habe normalerweise eine Engelsgeduld. Aber auch die ist mal am Ende!“ Das mit der afrikanischen Bürokratie ist nicht einfach. Überhaupt muss man als Europäer und dazu auch noch als Deutscher erst einmal mit der Mentalität der Menschen zu recht kommen. Wenn jemand sagt, er erledige dies und jenes „soon“, also bald, dann heißt das noch lange nicht, dass das wirklich auch in Bälde getan ist. „es gibt nur zwei Möglichkeiten: Entweder man liebt Land und Menschen über alles oder man kann nichts damit anfangen !“, haben Thomas Fromm und Horst Johannes bei ihrer damaligen reise festgestellt. Elke Zink lädt jedermann gerne ein, sich vor Ort ein Bild zu machen und ihre Arbeit mit den eigenen Augen zu sehen. „Für mich zählt nur der Mensch. Unabhängig davon, welcher Religion er zugehört. Ich schule Katholiken ebenso ein wie Moslems, orthodoxe oder evangelische Christen!“. Nachdrücklich betont sie auch, dass jeder gespendete Euro zählt. Er kommt unmittelbar den Menschen zugute und ist dadurch weit mehr als nur ein Tropfen auf dem berühmten heißen Stein.